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Prostata und OP
 
Entscheidung für die OP

Es gibt keine medikamentöse Behandlung, die eine bereits bestehende Benigne Prostatahyperplasie vollständig rückgängig machen kann. Medikamente können unangenehme Symptome lindern oder - wie 5-alpha-Reduktasehemmer - das Geschwulstwachstum reduzieren und damit einen chirurgischen Eingriff hinauszögern oder verhindern. Jedoch trotz der modernen medikamentösen Behandlungsmöglichkeiten der gutartigen Prostatavergrößerung mit 5α-Reduktase-Inhibitoren kann es im fortgeschrittenen Stadium Fälle geben, bei denen eine Operation der Prostata unvermeidbar ist.

Ein operativer Eingriff ist notwendig, wenn:

die normale Blasenenausscheidung nicht mehr möglich ist, also bei einmaliger oder wiederholter Harnverhaltung, beziehungsweise wenn ein Dauerkatheter gelegt werden muss, damit der Urin abfließen kann
mehrfach Restharnmengen über 50 ml nachgewiesen worden sind und entsprechende Risiken für Blase und Niere bestehen
die Symptome als unerträglich stark und belastend empfunden werden.

Neben den oben aufgeführten Argumenten für eine Operation sind noch weitere Überlegungen von Bedeutung. Dazu zählen vor allem der aktuelle Allgemeinzustand des Patienten, sein Alter und eventuelle gleichzeitig bestehende Erkrankungen.

Die verschiedenen Operationsmethoden bei der Benignen Prostatahyperplasie haben alle das gleiche Prinzip: Der geschwulstartig veränderte und vergrößerte Teil der Drüse wird bei der Operation herausgeschält, da die Beschwerden nur durch die Beseitigung der Geschwulst definitiv beseitigt werden und damit der Harnabfluss wieder frei ist.


¹ Genaue Informationen sowie eine Aufklärung über die Operation erhalten Sie bei Ihrem Urologen.


Dezember 2009

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