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Bestimmung des Schweregrades

Die subjektiv geäußerten Beschwerden des Patienten sowie die unterschiedlichen Untersuchungen geben dem Arzt Auskunft über das Krankheitsstadium der Prostata.

Nach dem IPPS (International Prostate Symptom Score) zur Beurteilung der Symptome der unteren Harnwege unterscheidet man drei Krankheitsstadien bei der Benignen Prostatahyperplasie (BPH). Maximal werden beim IPSS über 7 Fragen 35 Punkte vergeben (0 = keine Symptome; 35 = maximal starke Symptome).

Leichte Symptome der BPH (IPSS 0-7 Punkte)

In diesem Anfangsstadium der BPH können zwar bereits störende Symptome bestehen, aber die Belastung durch die Symptome ist noch gering. Der Urinfluss ist noch angemessen und der Erklärung im GlossarRestharn ist gering. In dieser Phase können häufig noch pflanzliche Medikamente eine Linderung der Beschwerden bzw. eine Verbesserung des Wasserlassens bewirken.

Moderate Symptome der BPH (IPPS 8-19 Punkte)

In der Mehrzahl der Fälle leidet der Patient bei der Erstuntersuchung seiner Beschwerden bereits an moderaten Symptomen der BPH. Die Symptome der BPH sind schon lästig, aber es gibt noch keine Anzeichen von Komplikationen wie Harnverhalt. Zur Therapie eignen sich Medikamente, die ein weiteres Anwachsen der Geschwulst stoppen, diese verkleinern können und somit den Zeitpunkt für eine Operation deutlich hinauszögern.

Schwere Symptome der BPH (IPSS 20-35)

In diesem Stadium treten durch die Obstruktion der Harnröhre bereits Komplikationen wie akuter Harnverhalt auf und oft ist eine Operation der Prostata erforderlich. Manchmal kann auch bereits bei moderaten Symptomen der BPH nur die operative Entfernung der Geschwulst auf Dauer Hilfe bringen. Dieses Stadium ist bereits durch hohe Restharnwerte mit vergrößertem Infektionsrisiko und Nierenfunktionsstörungen gekennzeichnet. Auch die Entwicklung von Blasenschäden im Sinne einer Überdehnung oder der Bildung von Ausbuchtungen, sogenannter Erklärung im GlossarDivertikel, ist möglich.

In Stadium III, manchmal auch bereits in Stadium II, kann nur die operative Entfernung der Geschwulst auf Dauer Hilfe bringen.


Zitat "CombAT-Studie"
Roehrborn C.G. et al., J Urology 2008; 179: 616-621.


Dezember 2009

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