Schweregrade

Schon bei beginnender BPH kann die Lebensqualität der Patienten erheblich eingeschränkt sein

Die Einteilung der Schweregrade einer benignen Prostatahyperplasie (BPH) erfolgt nach den individuellen Beschwerden und den messbaren Symptomen.

Zur Beurteilung des jeweiligen Schweregrads – leicht, mittelschwer und schwer – kann z.B. der internationale Prostata-Symptomen-Score (IPSS-Fragebogen) genutzt werden. Dabei entspricht die erzielte Punktzahl in aufsteigender Höhe dem Schweregrad der BPH-Symptomatik.

Diese Beschwerden können bei Patienten mit leichter BPH auftreten

Patienten mit leichter BPH verdrängen Probleme mit der Prostata oft lange Zeit. Weder die Tatsache, dass sie wegen des zunehmenden Harndrangs häufiger eine Toilette aufsuchen müssen, noch Symptome wie beispielsweise ein etwas schwächer werdender Harnstrahl lassen sie an eine benigne Prostatavergrößerung denken.

Eine durch den Urologen durchgeführte Ultraschalluntersuchung der Prostata über den Enddarm (transrektale Sonographie) zeigt aber auch bei einer leichten Form der BPH häufig bereits ein erhöhtes Volumen.

Diese Beschwerden können bei Patienten mit moderater BPH auftreten

Die Symptomatik besteht oftmals in ungewohnt häufigem, auch nächtlichem Wasserlassen. Zudem dauert das Wasserlassen auf der Toilette immer länger. Die Patienten empfinden diese Probleme durchaus als belastend. Oft sehen sie diese Symptome aber nur als beginnende Alterserscheinungen. Erfahrungsgemäß sind es häufig Ehefrauen/Partnerinnen, die das Thema ansprechen und den Betroffenen zum Arztbesuch bewegen.

Diese Beschwerden können bei Patienten mit schwerer BPH auftreten

Patienten mit schwerer BPH leiden meist seit vielen Jahren unter Prostatabeschwerden: Ihre Lebensqualität wird besonders durch mehrmaliges nächtliches Wasserlassen mit lästigem Harndrang eingeschränkt. Diese Beschwerden stören häufig auch die Nachtruhe der Partnerin. Das Schlafdefizit der Patienten führt häufig zu Tagesmüdigkeit und Konzentrationsschwäche.

Bei solchen, mittlerweile schweren Symptomen sollten Sie unbedingt einen Urologen aufsuchen. Nach Abklärung der beschriebenen Beschwerden und der Diagnose BPH kann der Urologe eine leitliniengerechte Therapie einleiten.