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Bauchfett und Bauchinnendruck lassen Prostata wachsen
Japanische Forscher fanden Hinweise darauf, dass die Muskelspannung der Prostata mit fortschreitendem Alter zunimmt. Dies könnte die im höheren Lebensalter verbreiteten Blasenauslassstörungen fördern, wie sie infolge der benignen Prostatahyperplasie (BPH) auftreten.
Noradrenalin (NA) und Stickstoffmonoxid (NO) sind Botenstoffe, die Reize von Nervenszelle zu Nervenzelle weiterleiten. NA sorgt auf diese Weise dafür, dass sich die glatte Muskulatur (Muskelgewebe, das nicht durch den eigenen Willen gesteuert wird) zusammenzieht, NO, dass sie sich wieder entspannt. Sind die Spiegel beider Substanzen ausgeglichen, stimmt der Spannungszustand der Prostatamuskulatur.
Dieser „Idealzustand“ ändert sich jedoch offenbar mit zunehmen Lebensjahren, wie eine Untersuchung zeigt, die auf den Jahrestreffen der American Urologic Association (AUA) vorgestellt werden soll.
Die japanischen Wissenschaftler hatten den nervenvermittelten Spannungszustands der Prostata von drei Monate und zwei Jahre alten Kaninchen untersucht und die Ergebnisse beider Gruppen miteinander verglichen. Es zeigte sich, dass die elektrisch stimulierte Spannung der Prostatamuskelstreifen bei den älteren Kaninchen höher war.
Gleichzeitig wurde bei den älteren Tieren mehr NA und weniger NO freigesetzt. Die Forscher deuten dies als starken Hinweis darauf, dass sich im Zuge des Alterungsprozesses das Gleichgewicht von NA und NO verschiebt, die Spannung in der Prostata steigt und sich damit auch die Wahrscheinlichkeit von Blasenauslassstörungen erhöht.
Quelle: AUA, Abstract 1594, Annual Meeting 2013