Männerkrankheiten

Unvermögen, das Wasser zu halten (Harninkontinenz)

Harninkontinenz (Unfähigkeit, das Wasser zu halten) gilt als typisches Frauenleiden – vielleicht gerade deswegen ist die sich daraus ergebende psychische Belastung für betroffene Männer besonders groß. Dabei ist eine wichtige Ursache der Harninkontinenz beim Mann durchaus geschlechtsbedingt. Die vergrößerte Prostata übt Druck auf die ableitenden Harnwege aus. Betroffene Männer können deswegen die Blase nicht vollständig entleeren. Es bleibt stets eine gewisse Restmenge Harns zurück. Irgendwann ist die Blase so stark gefüllt, dass sie im wahrsten Sinn des Wortes einfach „überläuft“.

Diese BPH-bedingte Form der Harninkontinenz wird deshalb auch als „Überlaufinkontinenz“ bezeichnet. Allerdings können auch andere Ursachen für eine „Überlaufinkontinenz“ verantwortlich sein – so etwa eine Diabeteserkrankung oder neurologische Schädigungen durch Multiple Sklerose oder Bandscheibenvorfälle in der Lendenwirbelregion.

Weitere Formen sind die Belastungs- und die Reflexinkontinenz, die beispielsweise bei einer Muskelschwäche des Urogenitalapparates beziehungsweise bei einer Querschnittslähmung vorkommen.

Die sogenannte „Dranginkontinenz“, auch als Syndrom der „überaktiven Blase“ (englisch: overactive bladder) bekannt, bezeichnet einen Zustand, in dem der Urin aufgrund eines heftigen Harndrangs oftmals nicht mehr bis zum Erreichen der nächsten Toilette gehalten werden kann. Mögliche Gründe sind Entzündungen, Blasensteine, neurologische Krankheitsbilder oder auch Operationen sowie Vergrößerungen der Prostata gut- und bösartiger Natur. Insgesamt kämpft jeder dritte Mensch im Alter von über 70 Jahren mit Harninkontinenz.

 

Individuelle Therapie

Als informierter Patient entscheiden Sie gemeinsam mit Ihrem Arzt über die für Sie geeignete Therapie.

 
 

Anzeichen einer BPH

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