Symptome

Symptomatik von verschiedenen Faktoren abhängig

Die Beschwerden einer benignen Prostatahyperplasie (BPH) sind entweder durch eine hemmende (obstruktive) oder eine reizende (irritative) Symptomatik der Harnentleerung bestimmt.

Hemmende oder obstruktive Symptome (Miktionsbeschwerden)

  • Schwacher Harnstrahl
  • Lang dauernde Harnblasenentleerung
  • Anstrengende Harnentleerung
  • Harnstottern
  • Unvollständige Harnblasenentleerung
  • Nachträufeln am Ende und nach der Harnblasenentleerung
  • Harnverhalt

Reizende oder irritative Symptome (Speicherbeschwerden)

  • Häufiger Harndrang
  • Nykturie (nächtlicher Harndrang)
  • Starker Harndrang
  • Inkontinenz (unkontrollierbarer Harndrang)

Zunehmender Leidensdruck

Wenn die vergrößerte Prostata die Harnröhre verengt, muss die Harnblase beim Wasserlassen den zunehmenden Widerstand überwinden. Die Harnblasenstruktur verstärkt sich. Der in der Harnblase verbleibende Harn, der nicht durch die verengte Harnröhre gepresst werden kann (sogenannter Restharn), ist ein idealer Nährboden für Bakterien. Es kann zu Entzündung von Prostata und Harnwegen kommen.

Bei der moderaten BPH-Symptomatik bestehen die Beschwerden oftmals in einem häufigeren Harndrang tags und nachts sowie einem länger andauernden Wasserlassen. Die BPH kann darüber hinaus mit zunehmender Schwere der Erkrankung die sexuelle Funktion des Mannes vermehrt stören und somit zusätzlich die Lebensqualität beeinträchtigen.

Bei schwerer reizender (irritativer) Symptomatik und schmerzhaften Entzündungen treten vielfach Erektionsstörungen auf. Die Lust am Sex (Libido) kann vermindert sein.

Symptome rechtzeitig erkennen – frühzeitig den Arzt aufsuchen

Je eher die Problematik der benignen Prostatahyperplasie erkannt wird, desto größer ist die Möglichkeit, eine angemessene Behandlung einzuleiten, um das Fortschreiten der Erkrankung schon frühzeitig aufzuhalten. Damit lässt sich auch das Risiko zukünftiger Komplikationen wie akuter Harnverhalt (Entleerung der Harnblase plötzlich nicht mehr möglich) und/oder BPH-bedingte Operationen zu reduzieren.

Als geeignetes Hilfsmittel zur Selbsteinschätzung behandlungsbedürftiger Prostatasymptome hat sich der Fragebogen IPSS erwiesen. IPSS steht für „Internationaler Prostata-Symptomen-Score“. Diesen können Sie über unser Downloadcenter herunterladen.

Der Fragebogen beinhaltet sieben Fragen zu den Beschwerden beim Wasserlassen sowie eine Frage zur Lebensqualität, die die Beeinträchtigungen in sechs Abstufungen – von fehlenden Symptomen bis zu häufigen Symptomen – erfasst. Der aus diesen Ergebnissen resultierende IPSS-Wert bildet den Schweregrad der BPH-Symptomatik und damit die Therapienotwendigkeit ab.