Basiswissen BPH

Worüber man(n) sprechen sollte

Die Prostata – das vernachlässigte Männerorgan

Die Prostata, umgangssprachlich Vorsteherdrüse genannt, hängt in ihrer Funktion als Geschlechtsdrüse von der Entwicklung des männlichen Hormonhaushalts ab. So ist die Prostata vor der Pubertät ein "stummes" Organ, das durch keinerlei krankhafte Auffälligkeiten in Erscheinung tritt.

Erst mit der Geschlechtsreife übernimmt die Prostata ihre eigentlichen Aufgaben: Sie produziert zusammen mit den Samenblasen die Samenflüssigkeit und unterstützt somit die volle Funktionsfähigkeit der Spermien. Als muskuläres Organ bewirkt die Prostata zusammen mit der Muskulatur des Beckenbodens den Samenerguss und spielt damit auch beim Orgasmus die maßgebliche Rolle.

Mit dem langsamen und stetigen Nachlassen der Testosteronproduktion ab etwa dem 40. Lebensjahr kommt es dann zu den bekannten hormonellen Veränderungen in der Prostata. Man nimmt an, dass ein gestörtes Zusammenspiel der Hormone Androgen und Östrogen eine Größenzunahme der Prostata auslöst.

Weit verbreitet, aber oft nicht ernst genommen

Diese altersbedingte Vergrößerung der Prostata, die benigne Prostatahyperplasie (BPH), ist relativ weit verbreitet - und ist im Allgemeinen sehr gut zu behandeln. Trotzdem scheuen viele Männer den Weg zum Arzt. Dabei sollten ein vertrauensvolles Gespräch mit dem Fachmann und schonende Untersuchungsverfahren alle Männer ermutigen, Probleme mit der Prostata nicht auf die lange Bank zu schieben. Suchen Sie aktiv Hilfe, um die Beschwerden minimal zu halten.

 

Individuelle Therapie

Als informierter Patient entscheiden Sie gemeinsam mit Ihrem Arzt über die für Sie geeignete Therapie.

 
 

Kein X für ein U

Fachwissen ja - Fachchinesisch nein danke! Das Glossar klärt Sie über wichtige medizinische Begriffe auf.

 
 

Männerkrankheiten

Welche weiteren Erkrankungen des männlichen Urogenitaltrakts gibt es neben der BPH?