Definition und Epidemiologie

Die Vergrößerung der Prostata – ein wachsendes Problem

Die benigne Prostatahyperplasie, abgekürzt BPH, ist die medizinische Bezeichnung für die gutartige Vergrößerung der Prostata. Erste physiologische – also der noch normalen organischen Entwicklung entsprechende – Veränderungen in der Gewebestruktur der Prostata sind bereits ab dem 30. Lebensjahr nachweisbar. Mit einer Größenzunahme oder Funktionseinschränkung der Prostata ist in diesem Alter aber noch nicht zu rechnen.

Das Risiko an einer klinisch bedeutsamen, das heißt behandlungsbedürftigen BPH zu erkranken, steigt mit zunehmendem Alter dann allerdings stetig an. So sind ab etwa dem 60. Lebensjahr circa 50 Prozent aller Männer betroffen, bei den über 85-Jährigen sind es bis zu 90 Prozent.

Je nach Wachstumsrichtung kann die BPH zu einer Verengung (Stenose) der Harnröhre oder – durch Ausdehnung in Richtung Harnblase – zur Einschränkung des Fassungsvermögens führen. Typische Beschwerden der BPH sind daher Störungen beim Wasserlassen.

Das Ausmaß der Beschwerden ist abhängig vom Schweregrad der BPH. Wird eine medikamentöse Behandlung frühzeitig genug eingeleitet/begonnen, also bei leichten bis moderaten Symptomen, können die beschriebenen Probleme oftmals zurückgedrängt beziehungsweise das weitere Fortschreiten der Erkrankung verzögert bzw. verhindert werden.